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Wo unser Essen gemacht wird
Das Essen fällt nicht vom Himmel und wird auch nicht im Supermarkt produziert. In unserer hochindustrialisierten Gesellschaft, bekommen wir von der Herstellung meistens kaum mehr etwas mit. Die Bedingungen, unter denen die Nahrungsmittel produziert werden, sind häufig nicht besonders gut: Hühner in zu engen Käfigen, Brot mit massenhaft chemischen Zusätzen, genmanipulierte Tomaten, miserable Arbeitsbedingungen – um nur einige zu nennen. Auch wissen viele Kinder kaum noch, wie Möhren wachsen oder woher die Milch kommt. Wer sich heute im Supermarkt umsieht und einen Blick auf das Kleingedruckte wirft, stellt zudem schnell fest, dass unsere Lebensmittel überwiegend importiert sind, oft von sehr weit her. Ein Grund dafür liegt auf der Hand: Manche Produkte, wie Kaffee oder Bananen wachsen nicht bei uns. Allerdings gibt es auch Birnen aus Argentinien, Bohnen aus Kenia oder Honig aus Kanada. Vieles wird das ganze Jahr über angeboten, obwohl es bei uns gerade keine „Saison“ hat. Und viele Menschen wissen gar nicht mehr, was bei uns gerade wächst. Das geht zu Lasten der Umwelt (weite Transportwege schaden dem Klima), zu Lasten der Menschen (in vielen Ländern arbeiten Menschen für einen Hungerlohn für unser Gemüse) und zu Lasten des Geschmacks (viele Produkte müssen unreif gepflückt werden).
Auch auf Gruppenreisen können wir mit unseren Einkäufen mitbestimmen, welche Lebensmittel in die Regale kommen. Wenn niemand genmanipulierten Mais kauft, wird er auch nicht hergestellt werden, und wenn die Nachfrage nach fair gehandeltem Kaffee steigt, wird es mehr davon geben.
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