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Was der Bauer nicht kennt, dass isst er nicht

Aus vorbereiteten Essenspaketen mit internationalen Lebensmitteln, wird das Essen von den TeilnehmerInnen zubereitet.

sich in die Rolle anderer versetzen, erfahren, dass Esskultur Teil des individuellen Lebensstils ist, etwas über die Lebensbedingungen von Flüchtlingen erfahren, Küchen anderer Länder kennen lernen
120 min
vorbereitete Essenspakete (am besten in kleine Kartons gepackt)
14+

Wenn Menschen aus anderen Ländern nach Deutschland kommen oder Deutsche ins Ausland fahren, sind sie manchmal mit Gerichten und Lebensmitteln konfrontiert, die sie nicht kennen. Noch komplizierter wird es, wenn sie selber mit fremden Zutaten kochen sollen. In Deutschland, wo man eigentlich fast alles kaufen kann, erleben das manchmal Flüchtlinge ungewollt, da sie Essenspakete erhalten, die ihnen vom Amt zugeteilt werden. Menschen aus Afrika oder Asien stehen dann vor der Aufgabe, mit Schinkenwurst und Schwarzwurzeln zu kochen. Die TeilnehmerInnen erhalten Essenspakete, deren Inhalt sich an den Hauptnahrungsmitteln der verschiedenen Länder orientiert. Sie sollen mit dem Inhalt der Pakete kochen. Es können Rezepte bereitgestellt werden. Wer einen Schwerpunkt auf die Auseinandersetzung mit der Thematik „Flüchtlinge“ legen möchte, kann die Rezepte in einer Fremdsprache ausgeben, da für die meisten Flüchtlinge Deutsch ja auch eine Fremdsprache ist. In der Realität sind die Lebensmittelpakte „vom Amt“ in
Deutschland nicht so reichhaltig bestückt, wie die hier gegebenen Beispiele und enthalten häufig auch kaum frische Lebensmittel. Der Schwerpunkt liegt bei dieser Methode daher mehr auf der Konfrontation mit fremden Lebensmitteln und weniger auf der unzulänglichen Ausstattung der Esspakete.

Vorschläge für die Befüllung der Essenspakete

Ecuador: Kartoffeln, weißer Reis, Maismehl, Kochbananen, Bananen, Linsen, Möhren, rote Zwiebeln, brauner Zucker, Pflanzenöl, Salz
Indien: Basmati-Reis, Weizenmehl, gelbe oder rote Linsen, Zwiebeln, Tomaten, Auberginen, Ghee oder Butter, Salz, Pfeffer, Ingwer, Zucker, Kreuzkümmelsamen, Wassermelone, Limonen
Ägypten: Kartoffeln, weißer Reis, Butter, Joghurt, Eier, Wassermelone, Bananen, Auberginen, rote Zwiebeln, Tomaten, grüne Oliven, grüne Paprika, Gurken, Kürbis, Weinblätter, Salz, Pfeffer
Türkei: Fladenbrot, Reis, Zucchini, Tomaten, schwarze Oliven, Kichererbsen, Feta-Käse, schwarzer Tee, Sonnenblumenöl, frische Minze, Zimt, Salz, Pfeffer, süßes Gebäck, Orangen
China: weißer Reis, Weizenmehl, Gurken, Mu-Err-Pilze, grüne Bohnen, Eier, Soja-Soße, Erdnuss-Öl, Ingwer, Essig, Tofu, Salz, Pfeffer, Wassermelone, Pfirsiche
Japan: weißer Reis, Kartoffeln, japanische Nudeln, Eier, Thunfisch, Fisch, Zwiebeln, grüne Paprika, Gurke, Rettich, Zucker, Miso, Tofu, Salz, Pfeffer, Wassermelone, Äpfel

Reflexionsfragen

Welche Lebensmittel waren den TeilnehmerInnen bekannt, welche nicht? Wussten sie, wie man die Lebensmittel zubereitet? Gab es Probleme mit der Kombination? Haben ihnen die Lebensmittel geschmeckt? Könnten die TeilnehmerInnen mit diesen Lebensmitteln täglich abwechslungsreich kochen?

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