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Lebensmittel mit Migrationshintergrund

Einmal war ich in einer Schule und fragte, was wirklich deutsches Essen ist: Ein Kind sagte ,Pizza!‘ “(Keith, 29 Jahre)

Die „typischen“ Gerichte einer Region sind immer abhängig vom regionalen Nahrungsmittelangebot. Für viele Teile der Erde gilt das noch immer, vor allem für ärmere Regionen. Gegessen wird meistens, was unmittelbar vor Ort wachsen kann, denn das spart Transport- und Lagerkosten. Wirft man einen Blick auf die ursprüngliche Herkunft vieler Lebensmittel und Gerichte wird deutlich, dass auch die Speisekarte in Deutschland vor ein paar hundert Jahren wesentlich ärmer ausfiel. Denn auch Lebensmittel und Gerichte haben eine Migrationsgeschichte: Tomaten und Kartoffeln haben ihre Wiege in Lateinamerika und die Zucchini ist ein Import aus dem Mittelmeerraum. Auch andere Produkte
wie Tee, Kaffee oder viele Gewürze, die aus unseren Küchen nicht mehr wegzudenken sind, gibt es erst seit verhältnismäßig kurzer Zeit. Ebenso unendlich ist die Liste der „eingewanderten“ Gerichte: Von Spaghetti und Pizza über asiatische Gerichte, wie Sushi bis hin zu Falafel oder Döner.

„Fremde“ Lebensmittel haben unsere Esskultur durch Einwanderung und weltweiten Handel verändert und bereichert und das trifft in unserer global vernetzten Welt auf viele Kulturen zu.

Weit gereist – aber fair. Schokolade, Kaffee oder Bananen – das sind unverzichtbare Lebensmittel und wer freut sich nicht, wenn’s die mal wieder im Sonderangebot beim Discounter gibt? Ganz sicher nicht die ProduzentInnen und Produzenten in den Anbauländern des Südens: Denn schlechte Arbeitsbedingungenund keine Arbeiterrechte, fehlende Gesundheitsvorsorge und wenig Bildungsmöglichkeiten sind der Preis für unsere billigen Konsumgüter. Der Faire Handel will dem entgegenwirken, das Prinzip ist einfach: wir zahlen etwas mehr für die Produkte und die ProduzentInnen bekommen dafür einen gerechteren Lohn. Langfristige Handelsbeziehungen können so gestützt werden. Zudem wird der ökologische Anbau gefördert und soziale Projekte, z.B. zur Gesundheitsvorsorge oder Ausbildung werden ermöglicht. Fair gehandelte Produkte erkennt man am TransFair-Siegel.

 

 

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