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Neuen Geschmack fördern
Die Geschmäcker sind verschieden und sie werden schon von frühester Kindheit an kulturell geprägt. Vor allem von Kindern kann man daher nicht erwarten, dass sie von sich aus ihr Geschmacksspektrum erweitern, denn sie sind so wie die meisten Menschen eher „geschmackskonservativ“. Dennoch gibt es viele Möglichkeiten bei Kindern und Jugendlichen (und auch bei Erwachsenen) die Bereitschaft zu fördern, neue Geschmäcker und neue Lebensmittel kennen zu lernen. Man kann sie dazu ermuntern, Neuland zu entdecken!
- Beziehungen stiften: Denn was man kennt, das schätzt man mehr. Eine Beziehung zum Lebensmittel, z.B. über Wissen (selber etwas aussäen und großziehen, mitmachen beim Kochen, Essen gestalten) herzustellen, hilft Menschen, sich auf neue Lebensmittel einzulassen.
- Einen Anschluss zu vertrauten Speisen herstellen: eine „Brücke“ zwischen Neuem und Bekannten bauen, z.B. mit einem Grünkernbratling-Hamburger.
- Freiwilligkeit und Selbstständigkeit: Unter Druck reagieren Kinder oft mit Widerstand. Es ist sinnvoller mit Entdeckerlust zu reizen und z.B. fremde Lebensmittel kreativ und ansprechend zu präsentieren und präsentieren zu lassen.
- Häufiges Probieren von verschiedenen Lebensmitteln und Gerichten.
- Positive Emotionen: Essen in fröhlicher Tischrunde und mit Menschen in der Tischgemeinschaft, die man mag, fördern das Wohlgefühl. Und wenn Menschen sich wohlfühlen, lassen sie sich eher auf Neues ein.
- Soziale Akzeptanz und Vorbilder: Was Menschen essen, die ein Vorbild sind oder auf deren Achtung Wert gelegt wird, hat großen Einfluss auf die Akzeptanz der Speisen und Nahrungsmittel.
- Hoher Status von Lebensmitteln: Wird ein Lebensmittel hoch geschätzt, gesellschaftlich positiv bewertet oder ist es ein Distinktionsmerkmal (ein Mittel zur Abgrenzung von anderen), wird es auch gegen geschmackliche Widerstände probiert (z.B. Schnecken, Bier, Kaffee, Oliven, Lachs).
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